HR-Arbeit: Wie Arbeitgebende mit Employer Branding auffallen
![]() | Die Nachfrage nach guten Fachkräften ist gross. Der Arbeitsmarkt verändert sich durch technologische Umbrüche. Viele Arbeitgebende kämpfen um die gleichen, zu wenig verfügbaren Fachkräfte. Was kann das HR tun, um diese Fachkräfte zu gewinnen? Wie kann das Unternehmen sich von der Konkurrenz abheben und so langfristig im War of Talents bestehen? Die Antwort lautet: Employer Branding – Arbeitgebermarke schärfen. |
Was ist der Unterschied zwischen Employer Branding zum Personalmarketing?
Employer Branding ist eine Marketing-Strategie der HRM, um eine attraktive Arbeitgebermarke zu schaffen. Es schärft das Profil des Unternehmens. Mit dieser Marke wird das Unternehmen als attraktive/r Arbeitgeber/in auf dem Arbeitsmarkt positioniert, gestärkt und sie differenzieren sich gegenüber den Mitbewerbenden. Die Arbeitgebermarke soll authentisch, differenzierend und zukunftsweisend sein. Employer Branding ist strategisch und Personalmarketing ist operativ ausgerichtet.
Welche Ziele verfolgt Employer Branding?
Nach Aussen – Mitarbeitergewinnung (Zielgruppe: Talente und Bewerbende)
Um auf dem Arbeitsmarkt Young Professionals und andere gefragte Fachkräfte anzulocken, benötigt es eine nach aussen gerichtete Kommunikation und Werbebotschaften, die das Bild des attraktiven Arbeitgebenden zeigen. Wichtige Fragen dazu sind:
- Welche Vorzüge haben Mitarbeitende?
- Was zeichnet das Unternehmen aus?
- Was ist besser als bei anderen Mitbewerbenden?
Nach Innen – Mitarbeiterbindung (Zielgruppe: Beschäftigte)
Es wäre falsch, den Fokus im Employer Branding nur auf die Aussenwirkung zu beschränken. Es ist wichtig, nicht nur nach aussen zu kommunizieren, sondern das Employer Branding im Arbeitsalltag umzusetzen. Im Innen hat es zum Ziel, Mitarbeitende zu binden und ihre Produktivität sowie Effektivität zu steigern. Damit sind Massnahmen gemeint, welche die Zufriedenheit der Mitarbeitenden steigern. Folgende Fragen unterstützen:
- Was motiviert Mitarbeitende?
- Wie und was braucht es, dass sich Mitarbeitende mit dem Unternehmen identifizieren?
- Welche Unternehmenskultur braucht es?

10 Tipps für ein Employer Branding
- Soziale Medien sind ein sehr wichtiger Faktor im Employer Branding. Abhängig vom
Recruitung-Ziel ist die Wahl der Plattformen zu überlegen. - Es braucht Klarheit darüber, was man warum anbietet, um zielorientiert und erfolgreich handeln zu können.
- Ansprechen der intrinsischen Motivationen ist wichtig, um die Gestaltungsspielräume und Mitwirkungsmöglichkeiten darzustellen.
- Empfehlenswert: Junge Mitarbeitende dort kommunizieren zu lassen, wo junge Zielgruppen
erreicht werden sollen. - Zusammenarbeit mit Schulen ist von Vorteil: Über Aus- und Weiterbildungen mit Nachwuchstalenten in Kontakt kommen. Gezielte Werbekampagnen für Jobeinsteiger sind für die Bekanntheit der Arbeitgebermarke wertvoll.
- Werbepräsenzen nicht nur auf technische Inhalte konzentrieren, sondern auch die Menschen im Unternehmen zeigen.
- Menschen arbeiten mit Menschen: Beschäftigte sind Markenbotschafter, welche die Führungs- und Organisationskultur widerspiegeln und die Realität des Unternehmens darstellen. Die schönsten Aktivitäten in den sozialen Medien bringen wenig, wenn diese Realität dann eine andere ist. Ein klares Unternehmerprofil lebt von Ecken und Kanten.
- Viele Unternehmen sind nebst dem angestammten Geschäft häufig anderweitig aktiv:
z.B. Sponsoring Vereine: Sie beteiligen sich an Veranstaltungen am Standort oder unterstützen ihre Mitarbeitenden in besonderer Weise – sie reden aber nicht darüber. Soziales Engagement, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sind für potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten immer ein Plus. - Flexible Arbeitsbedingungen zur Förderung der Life-Work-Balance und andere New-Work-Aspekte wie moderne Führung sind im Wettbewerb um gute Mitarbeitende unabdingbar.
- Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten sind häufige Gründe für die Jobsuche in grösseren Unternehmen. Kleinere Unternehmen sollten versuchen, Möglichkeiten und auch Ihre Benefits aufzuzeigen.
- Zum Schluss: Beim Employer Branding muss die Geschäftsleitung voll und ganz dahinterstehen. Es muss nicht immer mit hohen Kosten verbunden sein. Es geht darum dem Thema Aufmerksamkeit und Priorität zu geben.
Beste Grüsse und bis bald!
Verena
HR-Fachfrau eidg. FA I Leadership & Management NDS I Coach & Supervisorin FH/BSO
- Mitbegründerin HR-ZENTRAL.CH
- Inhaberin Verena Gisler – COACHING. SUPERVISION. PERSONALMANAGEMENT. ALPINES WALDBADEN.

